Donnerstag, 15. Dezember 2005

Google die 2te

Meine Internetaktivitäten sind der Netzöffentlichkeit wohl nicht verborgen geblieben. Vor 3 Wochen musste man mich noch mit Mühe aus tausend anderen Treffern "erahnen". Mittlerweile führt direkt der erste Treffer zu unserem Medienwiki oder zu meinem Weblog. Das wars wohl mit meiner Anonymität....

Dienstag, 29. November 2005

Soziale Beziehungsmuster im Netz

In seinem Text "An Electronic Group is Virtually a Social Network” geht es Barry Wellman vorallem um zwei zentrale Fragen:
- Wie beeinflussen verschiedene Beziehungsmuster sozialer Netzwerke on- wie offline Interaktionen?
- Welchen Einfluss übt medial vermittelte Kommunikation auf soziale Beziehungsmuster aus?
Hierzu unterscheidet er zwischen eng verbundenen Gruppen, die sich durch eine limitierte Anzahl ihrer Mitglieder, hohen Bekanntheitsgrad untereinander und intensivem on- wie offline Kontakt auszeichnen und ungebundenen Netzwerken, in denen durch oft wechselnde Beziehungen und loserem Kontakt untereinander eher lockere Bindungen der Teilnehmer existieren. Diese Gruppen werden im Weiteren durch sechs Aspekte charakterisiert: Dichte, Abgrenzung, Verteilung, Exklusivität, soziale Kontrolle und Verbundenheit. Wichtig ist der hier erfolgende Vergleich von Sozial- und Computernetzwerken, etwa meine Nachbarschaft als soziales Netzwerk und das Internetforum in welchem ich sporadisch teilnehme.
Zusammenfassend kommt er zu de Ergebnis, dass sich Kommunikation und Beziehungsmuster verändern. Keinesfalls geht die Entwicklung jedoch zum sozial-isolierten, realitätsfernen Individuum. Durch die Möglichkeiten, die im Netz gegeben sind, kommt es vielmehr zur Vervielfältigung und Weiterentwicklung von Beziehungen. Sich schnell und einfach mit Freunden oder auch Fremden zu allgemeinen oder speziellen Themen zu unterhalten, die freiwillige und ungebundene Teilnahme an verschiedenen Gruppen, dass alles ohne Barrieren wie Hautfarbe etc. ist nur im Internet möglich. Abschließend gibt Welman noch interessante Forschungsansätze diesen Gebiets für die Zukunft.

Meine Meinung zu diesem Artikel spaltet sich ein wenig, einerseits find ich manche Aspekte richtig, wie das man sich durch das Netz sein eigenes kleines "Dorf" um die Welt bauen kann, andererseits denke ich, dass in der fehlenden oder erschwerten soziale Kontrolle im Internet mehr Tücken lauern, als man ahnt.

Mittwoch, 23. November 2005

Web 2.0

Web 2.0, ein neuer Begriff tritt in mein Leben. Jetzt liegt es an mir diese leere Worthülle mit Inhalten zu füllen. Allerdings stelle ich schnell fest, dass sich das als etwas schwieriger heraustellen könnte. Was zum Teufel meint web 2.0?
Was es nicht ist, ist schnell gefunden. Hier gehts zur Liste. So, viel weiter bin ich aber nicht auf meiner Suche. Einen guten Einstieg erhoffe ich mir von Tim O'Reilly's What is Web 2.0, die Erleuchtung lässt allerdings ein wenig auf sich warten, zumal der Text umständlich formuliert ist. Fündig werde ich bei Mario Sixtus, endlich kann ich mir ein Bild machen. Alles in allem beschreibt der abstrakte Begriff eigentlich nur die Entwicklung von der reinen Seitensammlung hin zum virtuellen, von User mitgestaltetem Kommunikationsportal. Es geht nicht mehr nur um Informationssites, das Netz wird praktisch "sozialisiert" und zum internationalen, rund um die Uhr verfügbarem Tummelplatz für jeden, der sich einbringen möchte.
Natürlich stellt sich mir jetzt die Frage, ob dazu wirklich dieser neue Begriff benötigt wird, die Entwicklung wurde ja nicht dadurch ausgelöst, ähnliches ist nachzulesen bei Paul Graham. Man könnte glatt behaupten, dass dem Kind nur ein neuer Name gegeben wurde. Interessant finde ich auch die Gedanken Joi Itos, dass einerseits ein Begriff zur Beschreibung der Entwicklungstendenzen nützlich ist und diese greifbar macht, andererseits mit dieser Begrifflichkeit auch Probleme auftreten, vorallem wenn sie keine klaren Definitionskriterien aufweist.
Zudem kann der Ausdruck "web 2.0" noch gut medial vermarktet werden, als ob plötzlich etwas ganz neues, unbekanntes aufgekommen ist. Zwar steht die Diskussion sozusagen noch im "Startblog", aber bald wird das alles auch zur breiten Öffentlichkeit durchgesickert sein.
Die Meinungen spalten sich, seien sie nun positiv-enthusiastisch oder eher kritisch. Ich denke jeder muss sich sein eigenes Bild machen. Das Netz hat sich verändert, diese "Sozialisierungs-Tendenzen" sind klar auszumachen. Web 2.0 oder social web, wie auch immer, anstatt Energien auf Namensgebung zu verschwenden sollte man seine Zeit wohl eher sinnvoll nutzen und selbst Teil diesen Systems werden.

Samstag, 12. November 2005

Wir sind das Netz

In seinem Beitrag "We are the web" für wired schreibt Kevin Kelly über die Geschichte und die mögliche zukünftige Entwicklung des Internets.
Am besten gefällt mir sein Vergleich der "Maschine" Internet mit dem menschlichen Gehirn. Die verschiedenen homepages wirken wie Neuronen die, nicht durch Synapsen, sondern eben durch links miteinander verknüpft sind. Das Internet ist heute schon schwer kontrollierbar, könnte das Ganze sich irgendwann verselbstständigen? Könnte, in einer ganz neuen Art der Evolution, künstliche Intelligenz entstehen, durch Millionen von Usern mit Erfahrungen und damit verbundenen Gefühlen gefüttert? Schon jetzt, wo sich das Internet wohl gerade in der "Pubertät" befindet, gibt es Millionen von aktiven Usern. Und eine Ende ist kaum in Sicht. Wird irgendwann unser Bewußtsein im virtuellen Raum zu finden sein?

Umfrage zur Zukunft des Internets

Im Herbst 2004 wurde von der Elon University und dem Pew Internet & American Life Project eine Umfrage über die nähere Zukunft des Internets gestartet, befragt wurden "Internet-Experten"und Wissenschaftler aus aller Welt. Hier werden interessante Aspekte genannt und auch einige Paralellen zu meiner, zugegeben sehr düsteren Zukunftsaussicht sind zu finden. Die Experten sind sich einig, dass technische Innovationen immer mehr Möglichkeiten und bessere Nutzungsweisen verfügbar machen werden und das es zu grundlegenden Veränderungen in Bereichen der Berufswelt, der Berichterstattung und in Bildung und Erziehung kommen wird. 57% erwarten die Ausbreitung von virtuellen Klassen, 56% erwarten durch Heimunterricht und durch Arbeitsmöglichkeiten zu Hause bedingte Veränderungen in Familienstrukturen. Die Bildung internationaler Interessengruppen, fernab von Hautfarben, Alter und Geschlecht, eine neue Art des sozialen Austauschs verhindern wohl hoffentlich die soziale Vereinsamung des Einzelnen.
Ebenfalls zu erwähnen sind negative Aspekte, terroristischen Gruppen und religiösen Fundamentalisten sind neue Foren des Austausches durch das Netz zur Verfügung gestellt. Ganze 66% der Befragten erwarten einen Anschlag auf grundliegende Infrastrukturen des Internets. Es ist vorstellbar, vorallem wenn sich User-Zahlen und Möglichkeiten in jetzigem Maße weiterentwickeln, dass ein Anschlag einen sehr empfindlichen, realtiv ungeschützten Punkt treffen könnte und dass Informationsnetze zusammenbrechen könnten.
Alles in allem wird meine etwas negativ angehauchte Vision wohl nie zur Realität werden, internationale Kommunikation und auch Austausch in "glokalen" Gruppen werden weiter zunehmen. Unsere Gesellschaft entwickelt sich weiter, breitet sich in die virtuelle Welt aus, welche jedoch nie ohne die reale funtionieren kann.

Freitag, 11. November 2005

Nackt! Nackt! Nackt!

"Catrin Müller nackt! Nackt! Nackt!" springt mir aus der Google-Ergebnisliste entgegen, mein Herz bleibt stehen, was geht ab? Späte Rache eines Verflossenen? Habe ich da was verpasst? Durchatmen, genau hinsehen, entspannen: Scheinbar teile ich meinen Namen mit einer hoch-talentierten GZSZ-Schauspielerin! Diesen Schock muss ich erst mal verdauen, am besten mit Yoga. Hab da auch schon eine gute Lehrerin gefunden, ratet mal, wie sie heißt...

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