Umfrage zur Zukunft des Internets

Im Herbst 2004 wurde von der Elon University und dem Pew Internet & American Life Project eine Umfrage über die nähere Zukunft des Internets gestartet, befragt wurden "Internet-Experten"und Wissenschaftler aus aller Welt. Hier werden interessante Aspekte genannt und auch einige Paralellen zu meiner, zugegeben sehr düsteren Zukunftsaussicht sind zu finden. Die Experten sind sich einig, dass technische Innovationen immer mehr Möglichkeiten und bessere Nutzungsweisen verfügbar machen werden und das es zu grundlegenden Veränderungen in Bereichen der Berufswelt, der Berichterstattung und in Bildung und Erziehung kommen wird. 57% erwarten die Ausbreitung von virtuellen Klassen, 56% erwarten durch Heimunterricht und durch Arbeitsmöglichkeiten zu Hause bedingte Veränderungen in Familienstrukturen. Die Bildung internationaler Interessengruppen, fernab von Hautfarben, Alter und Geschlecht, eine neue Art des sozialen Austauschs verhindern wohl hoffentlich die soziale Vereinsamung des Einzelnen.
Ebenfalls zu erwähnen sind negative Aspekte, terroristischen Gruppen und religiösen Fundamentalisten sind neue Foren des Austausches durch das Netz zur Verfügung gestellt. Ganze 66% der Befragten erwarten einen Anschlag auf grundliegende Infrastrukturen des Internets. Es ist vorstellbar, vorallem wenn sich User-Zahlen und Möglichkeiten in jetzigem Maße weiterentwickeln, dass ein Anschlag einen sehr empfindlichen, realtiv ungeschützten Punkt treffen könnte und dass Informationsnetze zusammenbrechen könnten.
Alles in allem wird meine etwas negativ angehauchte Vision wohl nie zur Realität werden, internationale Kommunikation und auch Austausch in "glokalen" Gruppen werden weiter zunehmen. Unsere Gesellschaft entwickelt sich weiter, breitet sich in die virtuelle Welt aus, welche jedoch nie ohne die reale funtionieren kann.
freshjive - 16. Nov, 16:36

Gerade die letzte Aussage finde ich eine interessante Sichtweise, denn das zeigt sich auch in der "Nutzungsrealität" des Webs. Die meisten User nutzen Websites aus dem eigebnen Land. virtuelle soziale Netzwerke haben zwar weitere Kreise erreicht und können auch Menschen am anderen Ende der Welt integrieren, aber die engen und dichten Verknotungen finden sich im geografischen Umfeld. Dies würde dann auch der Behauptung entgegen stehen, dass das Internet eine Fragmentierung der Gesellschaft zur Folge hat. Das Gegenteil ist meiner Meinunung nach der Fall, die Strukturen nehmen lediglich eine andere Form - einen noch stärkeren Netzwerkcharakter - an.

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