Mittwoch, 27. September 2006

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sartre

"L'homme est condamné à être libre!"

"L'enfer, c'est les autres."

Montag, 17. Juli 2006

Eine Schulfahrt die ist lustig, eine Schulfahrt die ist schön...

Es ist schon erstaunlich, was in unscheinbaren Räumlichkeiten von unscheinbaren Personen geleistet werden kann. Die Redaktion des größten virtuellen Archivs des deutschen Films, filmportal.de, fristet ihr Leben im dritten Stock des deutschen Filmmuseums in Frankfurt am Main.
Bis zu meinem Besuch dort am letzten Freitag wusste ich noch nicht, wie viele Nuancen grau haben kann. Ich war doch sehr verwundert, wie viele gedeckte, unauffällige, um nicht zu sagen langweilige Farben dort aufzufinden waren. Durch das pausenlose Arbeiten bedingt, fast mit einem evolutionären Prozess vergleichbar, haben sich die Mitarbeiter der Redaktion an ihre Umwelt angepasst. Die Ausstrahlung von einem sonnigen Mausgrau, Kleidungsstil mit schwarz und grau perfekt an die Umgebung “eingepasst“. „Tarnung“ des Redakteurs und das Ökosystem Redaktion bilden eine Einheit. Durch diese strategische Überlebenstechnik wird perfektes, emsiges Arbeiten möglich, keinerlei Ablenkung verwirrt den Geist und hilft dabei, fokussiert zu bleiben. Fokussiert auf ein gemeinsames Ziel: Das Filmportal!
Fakten und Informationen, Altes und Neues, ja alles Wichtige zum deutschen Film wird hier zusammengetragen und für dankbare Medienwissenschaftler, einfache Filmfreaks und interessierte Laien zur freien und kostenlosen Verfügung ins Internet gestellt. Gott sei Dank kühlen die riesigen Deckenventilatoren, an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit, dieses triste Herz des Portals auf lebendige 25 Grad Celsius, da sonst, durch die hohe Außentemperatur bedingt, das Arbeiten, aber auch das Zuhören des interessierten und aufmerksamen Besuchers sehr anstrengend, wenn nicht sogar unmöglich wäre.
Da wir ja alle wissen, dass selbst die Wüste lebt, geschehen auch in diesem lebensfeindlichen Territorium Taten und Wunder. Seit Februar 2005 wurden hier 45.000 deutsche Filme und über 110.000 Namen des deutschen Filmhandwerks katalogisiert und archiviert, verschlagwortet und verlinkt. Die Seite beinhaltet neben reinen Informationen Zusatzmaterialien wie Interviews der aufgeführten Schauspieler und Regisseure, ebenso wie Kritiken namhafter Kritiker der gelisteten Filme. Das bilinguale Produkt des so unscheinbar wirkenden, aber emsig arbeitenden Bienenstocks wird stark frequentiert, die Angriffe, pardon die Seitenzugriffe nehmen stetig zu. Auf alle Fragend des deutschen Films kann hier Antwort gefunden werden. Das übersichtliche, wie könnte es anders sein, graublaue Design der Seite bereitet die Inhalte übersichtlich auf, aktuelle Nachrichten halten die User auf dem Laufenden und verschiedenste Themengebiete runden das Angebot durchaus ab.
Natürlich gibt es einen Haken, die Seite ist eine Falle, sie ist ein Köder. Einer, der jungen, engagierten Medienwissenschafttlern zum Verhängnis wird. Sind sie einmal als Praktikant unserer im Mäusefell getarnten Spinne ins Netz gegangen, bleibt man, wie mir berichtet wurde, ein Leben lang. Vielleicht ist diese friedliche Umgebung doch ein schöner Ort, um alt zu werden. Ein Platz, an dem man man selbst bleiben kann, man sich seiner Passion, und wenn es das Archivieren von Filmen ist, hingeben kann. Doch steht dieses Paradies, dieser Garten Eden, nicht jedem offen. Der Paradiesvogel, mit seinen prächtigen Farben muss draußen bleiben.

Mittwoch, 15. Februar 2006

Interview

Um nicht nur trocken Fakten über Suchmaschinen zu kumulieren führten wir von der Gruppe Suchmaschinen (witzig eitzig, ganze zwei Leute) ein Interview mit Joachim Griesbaum, Mitarbeiter des Lehrstuhls der Informationswissenschaft der Uni Konstanz. Das Ergebnis ist hier zu bewundern.

Donnerstag, 19. Januar 2006

Mein Held!

Tyson Mao ist mein absoluter Held!Wer das schafft, hats echt drauf!!!

Dienstag, 20. Dezember 2005

Wunschzettel-Aktion

Witzige und medienwirksame Aktion von flashmob24. Am Mittwoch, 21.12. um 17 Uhr wird sich zur Wunschzettelübergabe an Angela Merkel vor dem Kanzleramt in Berlin getroffen. Unserer neuen Bundeskanzlerin sollen unsere Wünsche, Erwartungen und Forderungen an die neue Regierung in Form des guten alten Wunschzettels mitgeteilt werden.
Bin gespannt auf den Verlauf der Aktion und das nachfolgende Echo!!!

Donnerstag, 15. Dezember 2005

Google die 2te

Meine Internetaktivitäten sind der Netzöffentlichkeit wohl nicht verborgen geblieben. Vor 3 Wochen musste man mich noch mit Mühe aus tausend anderen Treffern "erahnen". Mittlerweile führt direkt der erste Treffer zu unserem Medienwiki oder zu meinem Weblog. Das wars wohl mit meiner Anonymität....

Dienstag, 29. November 2005

Soziale Beziehungsmuster im Netz

In seinem Text "An Electronic Group is Virtually a Social Network” geht es Barry Wellman vorallem um zwei zentrale Fragen:
- Wie beeinflussen verschiedene Beziehungsmuster sozialer Netzwerke on- wie offline Interaktionen?
- Welchen Einfluss übt medial vermittelte Kommunikation auf soziale Beziehungsmuster aus?
Hierzu unterscheidet er zwischen eng verbundenen Gruppen, die sich durch eine limitierte Anzahl ihrer Mitglieder, hohen Bekanntheitsgrad untereinander und intensivem on- wie offline Kontakt auszeichnen und ungebundenen Netzwerken, in denen durch oft wechselnde Beziehungen und loserem Kontakt untereinander eher lockere Bindungen der Teilnehmer existieren. Diese Gruppen werden im Weiteren durch sechs Aspekte charakterisiert: Dichte, Abgrenzung, Verteilung, Exklusivität, soziale Kontrolle und Verbundenheit. Wichtig ist der hier erfolgende Vergleich von Sozial- und Computernetzwerken, etwa meine Nachbarschaft als soziales Netzwerk und das Internetforum in welchem ich sporadisch teilnehme.
Zusammenfassend kommt er zu de Ergebnis, dass sich Kommunikation und Beziehungsmuster verändern. Keinesfalls geht die Entwicklung jedoch zum sozial-isolierten, realitätsfernen Individuum. Durch die Möglichkeiten, die im Netz gegeben sind, kommt es vielmehr zur Vervielfältigung und Weiterentwicklung von Beziehungen. Sich schnell und einfach mit Freunden oder auch Fremden zu allgemeinen oder speziellen Themen zu unterhalten, die freiwillige und ungebundene Teilnahme an verschiedenen Gruppen, dass alles ohne Barrieren wie Hautfarbe etc. ist nur im Internet möglich. Abschließend gibt Welman noch interessante Forschungsansätze diesen Gebiets für die Zukunft.

Meine Meinung zu diesem Artikel spaltet sich ein wenig, einerseits find ich manche Aspekte richtig, wie das man sich durch das Netz sein eigenes kleines "Dorf" um die Welt bauen kann, andererseits denke ich, dass in der fehlenden oder erschwerten soziale Kontrolle im Internet mehr Tücken lauern, als man ahnt.

Mittwoch, 23. November 2005

Web 2.0

Web 2.0, ein neuer Begriff tritt in mein Leben. Jetzt liegt es an mir diese leere Worthülle mit Inhalten zu füllen. Allerdings stelle ich schnell fest, dass sich das als etwas schwieriger heraustellen könnte. Was zum Teufel meint web 2.0?
Was es nicht ist, ist schnell gefunden. Hier gehts zur Liste. So, viel weiter bin ich aber nicht auf meiner Suche. Einen guten Einstieg erhoffe ich mir von Tim O'Reilly's What is Web 2.0, die Erleuchtung lässt allerdings ein wenig auf sich warten, zumal der Text umständlich formuliert ist. Fündig werde ich bei Mario Sixtus, endlich kann ich mir ein Bild machen. Alles in allem beschreibt der abstrakte Begriff eigentlich nur die Entwicklung von der reinen Seitensammlung hin zum virtuellen, von User mitgestaltetem Kommunikationsportal. Es geht nicht mehr nur um Informationssites, das Netz wird praktisch "sozialisiert" und zum internationalen, rund um die Uhr verfügbarem Tummelplatz für jeden, der sich einbringen möchte.
Natürlich stellt sich mir jetzt die Frage, ob dazu wirklich dieser neue Begriff benötigt wird, die Entwicklung wurde ja nicht dadurch ausgelöst, ähnliches ist nachzulesen bei Paul Graham. Man könnte glatt behaupten, dass dem Kind nur ein neuer Name gegeben wurde. Interessant finde ich auch die Gedanken Joi Itos, dass einerseits ein Begriff zur Beschreibung der Entwicklungstendenzen nützlich ist und diese greifbar macht, andererseits mit dieser Begrifflichkeit auch Probleme auftreten, vorallem wenn sie keine klaren Definitionskriterien aufweist.
Zudem kann der Ausdruck "web 2.0" noch gut medial vermarktet werden, als ob plötzlich etwas ganz neues, unbekanntes aufgekommen ist. Zwar steht die Diskussion sozusagen noch im "Startblog", aber bald wird das alles auch zur breiten Öffentlichkeit durchgesickert sein.
Die Meinungen spalten sich, seien sie nun positiv-enthusiastisch oder eher kritisch. Ich denke jeder muss sich sein eigenes Bild machen. Das Netz hat sich verändert, diese "Sozialisierungs-Tendenzen" sind klar auszumachen. Web 2.0 oder social web, wie auch immer, anstatt Energien auf Namensgebung zu verschwenden sollte man seine Zeit wohl eher sinnvoll nutzen und selbst Teil diesen Systems werden.

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